Das Panoptikum
Einstieg Auch im Jahr 1037 nach Bosparans Fall (nBF) findet in Herterungen, im nord-östlichsten Zipfel Thorwals, das jährliche Panoptikum statt. Einem großen Jahrmarkt mit zum Kauf angebotenen Dingen aus ganz Aventurien und ebenfalls mit Tieren aus ganz Aventurien, die hier ausgestellt werden. Der Spannung eines solchen Großereignisses folgend, sind vier Abenteurer auf dem Weg nach Herterungen: Ciia, die Firnelfe, folgt einzig ihrer Intuition und dem Wunsch, neues Kennenzulernen. Artus mit seinem Orklandbär Teddy und Rym Rotmantel zieht die Aussicht auf Geld nach Herterungen, wo sie hoffen gutes Geld für ihre Darbietungen zu bekommen. Artus will seinen Bären ausstellen und Rym will als Geschichtenerzähler seinen Geldbeutel füllen. Auch Mori Thorisson, der Zwergenkrieger, ist auf dem Weg nach Herterungen. Er befindet sich auf Wanderschaft und hat beschlossen, beim großen Panoptikum nach einem Auftraggeber Ausschau zu halten, der ihn mit dem einen oder anderen Dienst beauftragt.
1) „Nach Herterungen“
19. Ingerimm 1037 nBF – Südlich des Steineichenwaldes
Seit Tagen regnet es ununterbrochen und selbst auf der Reichsstraße durch den Endforst ist es kaum möglich zu laufen, da der Weg teils überspült, teils völlig verschlammt ist.
Der riesige, thorwalsche Geschichtenerzähler Rym versucht bei dem Wetter gute Laune zu behalten und spricht einen übellaunigen Zwerg an, mit ihm gemeinsam den Weg nach Herterungen zu bestreiten. Mori ist wohl fast über sich selbst überrascht, als er seine schöne ruhige Einzelwanderschaft gegen eine mit einem ununterbrochen sprechenden Großling eintauscht. Bereits einige Meilen näher an Herterungen befindet sich Ciia, die sowohl das Wetter als auch die an ihr vorbeiziehenden Leute sehr interessant findet. Ihr Vorankommen ist nur sehr langsam, weil sie des Öfteren einfach pausiert und die Gegend beobachtet. Artus ist es leid, sich bei dem Wetter bis Herterungen durchzuschlagen. Teddy läuft die ganze Zeit durch den dichteren Wald, um keine Angst bei den anderen Reisenden zu erzeugen und so ist der eigentliche Eremit etwas gefrustet. Er kommt auf die Idee, sich eine kleine Ablenkung zu gönnen und voller Frust ersinnt er sich eine Falle für eine mögliche, vorbeikommende Kutsche, indem er den schlammigen Boden an einer Stelle noch aushebt.
2) „Jeden Tag eine „gute“ Tat“
Keine Stunde dauert es, bis tatsächlich eine große Kutsche des Weges kommt. Eine Kutsche, die allem Anschein nach Gauklern gehört. Denn sie ist zum einen extrem groß, zum anderen bunt mit der Aufschrift „Ekstastribut“ angemalt. Gezogen wird sie von 4 großen „Trallopper Riesen“ mit zwei Schritt Schulterhöhe. Und tatsächlich. Die von einem Zwerg mit untypisch dunkler Hautfarbe geführte Kutsche fällt auf die Falle hinein und das Rad recht hinten bricht. Bei diesem „Unfall“ bricht ein Tier aus und verletzt sich schwer mit einem Beinbruch. Fluchend bittet der Zwerg Qôrqrôn um Hilfe und nachdem auch Ciia eingetroffen ist, rettet sie zunächst das Pferd. Als Mori und Rym eintreffen machen sich die vier Abenteurer mit Qôrqrôn ans Werk, die Kutsche wieder fahrtüchtig zu machen. Bei den Versuchen kann Ciia Einblick in die Gedanken Artus‘ erhalten und weiß nun um sein „Werk“. Sie verrät aber nichts. Einige Versuche bedarf es, bis endlich ein neues Rad angesetzt ist und die Reise der Kutsche fortgesetzt werden kann. Hierbei werden alle Bemühungen beinahe zunichte gemacht, als Artus Teddy ruft und dieser beinahe zu einer Panik der Trallopper führt. Nachdem die Kutsche (durch viele, viele, viele, viele, viele Versuche) jedoch repariert ist, bietet Qôrqrôn den Abenteurern an, sie in der Kutsche mit nach Herterungen zu nehmen. Gerne nehmen sie an und lernen sich in der trockenen Kutsche etwas besser kennen.
Die Fahrt führt am großen Wachleuchtturm des Südens vorbei und auch am Wehrmühlenhof mit dem in dieser Gegend berühmten Gasthaus „Unterm Mühlstein“. Zwar hören sie des Öfteren das heulen von Wölfen. Jedoch am nächsten Morgen erreichen die Abenteurer trockenen Fußes und leidlich erholt Herterungen.
3) „Das Panoptikum“
20. Ingerimm 1037 nBF – Südlich des Steineichenwaldes
Der direkte Weg führt mittendrin die kleine Stadt. Auf dem Marktplatz warten schon die Spielleute von Ekstastribut auf ihren Wagen und ihren Schatzmeister. Nachdem man sich vorgestellt hat, laden die Spielleute sie zum abendlichen Feiern ein.
• Algarin (Nyckelharpa und Gesang)– Anführer der Spielleute, Frauenheld, 28 Jahre, schlank, braune , lange Haare.
• Miigahn (Gesang) – kleine Schwester von Algarin, 17 Jahre, braune, kurze Haare, geistig behindert, magiebegabt, glasklare Stimme
• Antillôn (Membranophon) – ehemaliger Krieger, einbeinig, 48 Jahre, Glatze, jähzornig
• Voban (Sackpfeife) – wortkarger 40jähriger, untersetzt, hohes Charisma, kurze blonde Haare, ein Meister der Improvisation, der Mechanik und der Wurfmesser
• Rasija (Flöte, Laute, Gesang) – ¼ Elfe, klug, Femme Fatale, Meisterin des Bogens und des Blasrohres
Nachdem man sich verabredet hat erhält Rym einen Platz auf dem Marktplatz zugewiesen, an dem er mit einem Schild auf seine Kunst aufmerksam macht.
Auch Artus erhält einen Platz außerhalb Herterungens, wo er seinen Bären ausstellen kann.
Das Panoptikum ist auf dem gesamten Feld vor der Stadt aufgebaut.
Vom See Gajôl bis zum beginnenden Endforst sind die interessantesten Tiere Aventuriens ausgestellt.
Mehr als 100 Schaustellergruppen und einzelne Tierbändiger sind zum Panoptikum gekommen. Neben vielen einheimischen Tieren, die auch zum Verkauf stehen, sind um die 50 exotische Tiere auf dem Panoptikum zu sehen:
• Ein riesiger Firunsbär mit seiner Führerin Taryanya, der Ambosszwergin • Ein Orklandbär mit seiner Führerin Aygania • Weitere Bären • Kamele • Warane • Wollnashorn mit seinem Führer Blââth, der Gjaelsker • Affen • Sumpfrantze • Strauße • Spinnen (Smaragd und Speispinne) • Schlangen • Großkatzen • Harnischträger • Großvögel
Als die Gruppe gemeinsam zum Platz gehen, fällt ihnen an einem Felsvorsprung, der augenscheinlich der beste Ausstellungsplatz des Panoptikums ist, eine junge, sehr gut aussehende Frau auf, die genau wie Artus einen Orklandbären ausstellt.
Da die Zeiten des Eremitentums anscheinend vorbei sind, macht sich Artus daran, sich bei Aygania interessant zu machen. Mit einer kleinen Spende und einem kecken Spruch sieht sich Artus schon mit der schönen Tierbändigerin liiert, als Rym ihn aus seinen Illusionen holt und ihn darauf aufmerksam macht, dass sie eher abstoßend auf ihn reagiert.
Anschließend wandern die Gefährten über das Panoptikum und schauen sich die Krämer Herterungens an.
4) „Natürlich vertrage ich Alkohol“
Am ersten Abend des Panoptikums findet auf dem Markplatz ein großes Fest statt. Auch die Abenteurer zechen feste mit. Da sie Alkohol nicht gut vertragen, sind sie am Abend sehr betrunken. Bevor sie sich unter der Kutsche Ekstastributs zurückziehen, bemerken sie, dass Aygania einen Streit mit einem jungen, kräftigen Mann hat. Aber sie messen diesem Streit keine große Bedeutung bei.
5) „Beschuldigt“
19. Ingerimm 1037 nBF – Südlich des Steineichenwaldes
Am nächsten Morgen erwachen die Helden größtenteils mit starken Kopfschmerzen. Nur sehr schwer kommen sie in den Tag. Aber plötzlich entsteht großes Geschrei und viele Einwohner ziehen raus aus der Stadt. Auch die Abenteurer folgen und können erfahren, dass Aygania in der Nacht samt ihrem Bären bestialisch ermordet wurden. Mit gesunder Neugier ausgestattet versuchen die Helden Fährten oder Hinweise zu finden. Jedoch lassen sie sich durch eine wache den Schneid abkaufen und suchen nicht intensiv weiter. Dafür jedoch gerät Artus in den Blickwinkel der Wachen des Kriegsordens Herterungens. Rym und Ciia machen die Wachen darauf aufmerksam, dass Artus amouröse Gedanken mit Aygania hatte, sie ihn aber hat abblitzen lassen. Außerdem habe er ja ebenfalls einen Orklandbären und Aygania hatte den besten Platz auf dem Panoptikum. Als Ciia von einem Streit spricht, nehmen die Wachen Artus mit.
6) „Flucht durchs Fenster“
Im Qryseh, dem einzelnen, großen Fels befindet sich die Zentrale des Ordens des reinigenden Schwertes. Hier wird Artus verhört. Da er aber nicht weiß, ob er ein Alibi hat, wird er zunächst festgesetzt. Als er alleine in dem Raum zurück gelassen wird, entschließt er sich, woher dieses Selbstbewusstsein kommt, kann niemand sagen, aus einem Fenster zu fliehen und die 20m Steinwand herunter zu klettern. Doch bevor es soweit kommt, erfahren die Wachen von dem Streit Ayganias mit einem jungen Waldarbeiter, Alrik. Da die Gefährten den Streit und auch das Schlafengehen von Artus bezeugen können, wird er wieder freigelassen.
7) „Soll das Zufall sein“
21. Ingerimm 1037 nBF – Südlich des Steineichenwaldes
Am nächsten Tag machen sich die Gefährten daran, den Mord aufzuklären. Sie folgen den Spuren Alriks, überprüfen nun auch das Plateau.
Allerdings können sie keine sachdienlichen Spuren finden.
Nachdem man etwas frustriert entschlossen hat, in der Stadt nachzuforschen, torkelt plötzlich eine ca. 50jährige Frau aus einem Markthaus, fällt blutüberströmt Artus in die Arme und Haucht ihr Leben mit dem Wort „Mörder“ aus.
Hierbei drückt sie Artus sie einen großen, neungezackten Wurfstern in die Hand, der aber augenscheinlich als solcher nicht zu benutzen ist.
Geschockt von diesem Vorfall und der Angst erneut verdächtigt zu werden, berichten die Gefährten schnell alles den Wachen und geben überdies auch den Stern ab.
Mori allerdings besinnt sich seiner Profession. Völlig angstfrei zieht er seine Waffe und stürmt in das Haus der Händlerin (Attma). Doch obwohl er einem Kampf erwartet, kann er keine Gegner, ja noch nicht einmal einen Kampfplatz finden.
Zunächst einmal zieht sie die Gruppe zurück.
8) „Nachforschungen“
Am späten Nachmittag sprechen die Gefährten im Orden vor. Nachdem sie die Wunden bei den beiden Verstorbenen untersuchen durften, machen sie sich auf den Weg zur Akademie des Wissens, einer kleinen ortsansässigen Schule. Hier erfahren sie, dass der Wurfstern ein Symbol des Gottes Phex ist. Nach dem Austausch von Gedanken, entschließen sie sich, erneut das Markthaus Attmas zu untersuchen.
Als die Helden das Markthaus untersuchen schaffen sie es (nach vielen, vielen, vielen Versuchen) ein geheimes Türschloss zu finden und auch zu öffnen.
Sie erreichen einen Raum, der offensichtlich der ortsansässige Tempel des Phex darstellt. Anscheinend wurde dieser geheime Raum in einen bereits angelegten unterirdischen Weg ausgebaut, welcher vom Felsvorsprung bis zum Cryseh führt. Der Tempel jedoch war offensichtlich an beiden Seiten des Ganges zugemauert und wurde nun brutal geöffnet.
Nachdem man diesen Hintergrund herausgefunden hat, machen sich auf den Weg, dem Gang zu folgen. Nach einigen 100 Metern erkennen die Abenteurer einen großen Raum, indem zwergische Stelen zu erkennen sind. Anscheinend haben Orks diesen Weg freigemacht und auch ein Schloss vor dem Raum, der einst mit einer mächtigen Tür verschlossen war, öffnen können.
9) „Kampf“
Da es den Helden nicht gelingt, leise anzuschleichen, kommt es schnell zu Kampf. Schnell merken die Gefährten, dass ihre Kampfkünste übersichtlich sind und die Orks ihnen gewachsen sind. Es stellt sich heraus, dass Rym ein Zauberkundiger ist. Er und Ciia versuchen, ihre arkanen Künste einzusetzen, während Mori mit seinem angeborenen Hass auf Orks in den Nahkampf geht und Artus trotz des fehlenden Platzes versucht, mit dem Bogen zu schießen.
Lange geht der Kampf hin und her. Schwer verwundet gehen Ciia und Rym zu Boden. Als der Anführer der Orkgruppe flieht, versucht Mori, ihn zu verfolgen, kann ihn jedoch nicht stellen. Als endlich der letzte der Orks im Raum fällt, steht nur noch Artus. Dieser versucht seine beiden Gefährten zu verbinden. Als man nach einiger Zeit „auf die Idee“ kommt, Hilfe zu holen, können die beiden Freunde tatsächlich gerettet werden.
Epilog:
Nachdem die Gesundung der Gefährten vorangeht, haben sie die Möglichkeit, die letzten drei Tage des Panoptikums zu genießen. Als Helden gefeiert, die sowohl zwei Morde aufgeklärt haben als auch eine „mögliche Invasion“ von Orks abgewehrt haben, werden sie in Herterungen von nun an hoch geschätzt.
Der Ork (bei dem es sich wohl um den Orkschamanen „Vaklataz Totenrufer“ handelt) konnte fliehen. Trotz einer Suche konnte er untertauchen.
Was er in dem Geheimraum hat klauen können, ist zum jetzigen Zeitpunkt niemanden klar… Aber wer weiß, vielleicht machen sich später Recken auf, dieses Rätsel zu lösen…